Höhenverstellbarer Schreibtisch vom Arzt: FAQ

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Kann der elektrisch höhenverstellbarer Schreibtisch vom Arzt verschrieben werden? Diese Frage beschäftigt viele Menschen, vor allem die, die im Büro arbeiten. Die Antwort lautet, ja, jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen. Diese Möglichkeit ist sehr praktisch und besonders kostengünstig, da der Arbeitgeber den größten Teil oder meistens die kompletten Kosten übernimmt.

 

Allgemeine Arbeitsschutzverordnung

Die Arbeitsschutzverordnung beschreibt die grundlegenden Verhältnisse vom Arbeitnehmer zum bezüglichen Arbeitsort und die eingesetzten Arbeitswerkzeuge. Wichtig ist eine artgerechte Gestaltung, welche vom Arbeitgeber gesetzlich zu erfüllen ist. Die Arbeitsschutzverordnung umfasst leider keine höhenverstellbaren Schreibtische, jedoch sind gewisse Wege möglich.

Je nach persönlicher Situation sind drei verschiedene Wege möglich, die Kosten eines elektrisch höhenverstellbaren Schreibtisches vom Arbeitgeber übernehmen zu lassen.

1. Attest vom Arzt

Ein ärztliches Attest wird dazu benötigt, um die kompletten Kosten eines elektrischen Schreibtisches vom Arbeitgeber übernehmen zu lassen. Natürlich muss ein Krankheitsbild vorliegen oder im seltenen Fall ein nicht artgerechter Arbeitsplatz, welcher die Gesundheit und eine ordnungsgemäße Arbeit einschränkt. Der erste Schritt ist, falls in der Firma vorhanden, der Weg zum Betriebsarzt. Der Betriebsarzt ist für die Gesundheit der Arbeitnehmer zuständig und somit die erste Anlaufstelle. Ebenfalls wird der Betriebsarzt eine Untersuchung bei Ihnen durchführen und eine Diagnose feststellen.

Ist kein Betriebsarzt vorzufinden, dann ist Ihr eigener Hausarzt für Sie zuständig. Falls Sie schon beim Betriebsarzt waren und die Kostenübernahme abgelehnt wurde, dann kann der eigene Hausarzt diesbezüglich aufgesucht werden, um eine erneute Diagnose durchzuführen. Der Hausarzt ist oft die bessere Variante, denn dieser verschreibt Ihnen nicht direkt ein Attest, sondern überweist Sie zu einem Spezialisten, welcher eine genauere Untersuchung macht.

2. Rentenversicherung

Vergessen Sie nicht Ihre eigene Rentenversicherung, denn diese ist generell für Ihre Gesundheit zuständig oder hat ein gewisses Interesse daran. Diese Variante ist für Sonderfälle oder für eigene Zwecke für Zuhause beschrieben und ist mit dem Arzt und der Rentenversicherung zu vereinbaren. So können die Kosten des Tisches auch von Rentenversicherung übernommen werden. Dazu muss allerdings ein Antrag, oft mit einem ärztlichem Attest, gestellt werden, damit die Versicherung eine genaue Schilderung Ihrer Situation bekommt.

3. Arbeitgeber zahlt freiwillig

Die letzte Möglichkeit ist wenig effektiv, jedoch durchaus möglich. Sollten keine der Situationen auf Sie persönlich zu treffen, dann besteht immer noch die Möglichkeit, dass der Arbeitgeber freiwillig die Kosten des E-Tisches oder zumindest manuell höhenverstellbaren Schreibtisches übernimmt.

Zumal können die Kosten auch zwischen dem Arbeitgeber und Arbeitnehmer geteilt werden, weil der Arbeitgeber den Tisch für sich beansprucht und auf längere zeit davon profitiert, auch wenn Sie mal die Firma verlassen sollten.

 

Fazit: Nutzen Sie die Chance

Die Gesundheit steht an erster Stelle und kann nicht vom Arbeitgeber angezweifelt werden, also nutzen Sie diese Möglichkeit. Sollten Sie schon Rückenbeschwerden oder ähnliche Krankheitsbilder haben, dann lohnt sich der Weg zum Arzt besonders. Zögern Sie bloß nicht und seien Sie nicht schüchtern, denn ein frühes Eingreifen ist nur von Ihnen persönlich möglich. Haben Sie ebenso keine Angst zum Betriebsarzt zu gehen, denn sollten dort Probleme auftreten, ist der eigene Hausarzt stets gerne bereit Ihnen unter die Arme zu greifen.

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